Orient Opus

Die modale Musik des Orients. Als einigendes kulturelles Merkmal in der östlichen Welt.

Der Griechische Kunstclub Νürnberg e.V. setzt seine Reihe über die musikalische Bedeutung des Orients fort und hat schon mit der Vorbereitung des nächsten Projektes angefangen.
Die modale Musik des Orients umfasst Musik aus vielen Kulturen, denen allen gemeinsam ist, dass sie bestimmte musikalische Tropen/Skalen verwenden.
Ihre Hochblüte und weite Verbreitung erlebte diese Musik während des Byzantinischen Reiches. An ihrer Entwicklung arbeiteten viele Völker des Vorderen Orients, des Kaukasus, Griechenlands und der Türkei im Austausch untereinander. Sie breitete sich jedoch geografisch noch viel weiter aus, und konnte in verschiedenen Regionen einen eigenen Stil erlangen und reiche musikalische Schätze hervorbringen.
Zwei Tage lang (am 10. und 11. Februar 2018) werden wir mit der wertvollen Unterstützung durch die Experten Ross Daly und Kelly Thoma die gemeinsamen Elemente dieser Musiken herausarbeiten. Das wird in Form eines Seminars von Ross Daly geschehen, mit dem Titel: „Modale Musik als einigendes kulturelles Merkmal in der östlichen Welt“.
Am 10. Februar 2018 gibt es ein Konzert von Ross Daly und Kelly Thoma, gemeinsam mit der Musikgruppe des Griechischen Kunstclubs Nürnberg, und weiteren Musikern, die sich mit dieser Musik auseinandersetzen
Das Projekt wird vom KUF-Kulturbüro Muggenhof unterstützt.

10/11 Februar 2018, 20.00 Uhr

Kulturwerkstatt auf AEG,Großer Saal Nr. 1.01

Preise:
Konzert: 17,- EURO
(ermäßigt 12 EURO)

Seminar: 60,- EURO
(beinhaltet auch den Eintritt zum Konzert)

Reservierungen unter: reservierung@griechischerkunstclub.com

Ross Daly

Ross Dalys Reise zur Musik der Welt ist zugleich ein Lebensweg. Geboren in England von irischen Eltern, reist er mit ihnen in viele Länder und interessiert sich bald sehr für Musik.
Nachdem er in den späten 1960er Jahren sowohl die Disziplin als auch die Freiheit des Experimentierens dieser Zeit erfahren hatte, kam er zum ersten Mal in Kontakt mit der musikalischen Tradition des Ostens, was sein Leben radikal veränderte.
Die erste nicht-westliche Tradition, die er studierte war die klassische indischen Musik. In den folgenden Jahren reiste er ausgiebig und studierte eine Vielzahl von Musikinstrumenten und Traditionen. Zu dieser Zeit vertieft er in die Musik von Indien und Afghanistan.
1975 reiste er nach Kreta und begann mit dem großen Lehrer Kostas Mountakis die kretische Lyra zu studieren. Seine Lehre dauerte viele Jahre. Zur gleichen Zeit besuchte er häufig die Türkei, wo er die klassische osmanische sowie die populäre türkische Musik studierte.
Nach mehreren Jahren intensives Trainings in verschiedenen musikalischen Traditionen, beginnt Ross Daly sich sehr für die Komposition zu interessieren und verknüpft dabei an die verschiedenen Quellen, die er zuvor studiert hat. Bis heute hat er mehr als fünfunddreißig Alben veröffentlicht, sowohl mit persönlichen Kompositionen als auch mit Adaptionen verschiedener traditioneller Melodien, die er während seiner Reisen gesammelt hatte. Kreta ist weiterhin eine Basis für seine persönliche und musikalische Forschung, während er um die Welt für Konzerte reist.
Als Meister vieler Musikinstrumente hat Ross Daly immer wieder mit großartigen Musikern aus der ganzen Welt zusammengearbeitet, die in der musikalischen Disziplin östlicher Traditionen arbeiten und dabei neue Formen und kreative Improvisation erforschen. Unter anderem spielt er kretische Lyra, afghanische Rampamp, Laute, politische Lyra, Saran, Oud, Sasis und Tambour. Ross Daly ist einzigartig als Komponist und baut seine Kompositionen auf die subtilen Schattierungen und die lebhaften Begegnungen der verschiedenen Klänge der Traditionen, die er studiert hat.
Ross Dalys Musik bietet etwas, das heute schwerer zu finden ist: Kontinuität und Einheit. Ein Begleiter der Essenz von Musik zu werden, die keine physische Begrenzung hat, ist eine magische Erfahrung jenseits von Raum und Zeit, die den natürlichen Fluss uralter Traditionen mit den komplexesten Bedürfnissen des modernen Zuhörers verbindet.

Kelly Thoma

Kelly Thoma wurde 1978 in Piräus geboren.

1995 begann sie sich, mit Hilfe des Lehrers Ross Daly, mit der Lyra auseinanderzusetzen. Seit 1998 reist sie mit ihm und seiner Band „Labyrinth“ in Europa, Asien, Amerika und Australien. So konnte sie mit namhaften Musikern verschiedener Traditionen der Welt zusammenarbeiten und dadurch ihren besonderen Klang beim Lyraspiel zur Gestaltung bringen und entfalten.

Weltmusiker der traditionellen Musik mit den sie zusammengearbeitet hat, sind unter anderen:

Trio Chemirani, Zohar Fresco, Pedram Khavar Zamini, Efren Lopez, Dhruba Ghosh, Ballake Sissoko, Mehmet Erenler, Hossein Arman, Goksel Baktagir, Yurdal Tokcan, Shubhankar Banerjee, Ahmet και Omer Erdogdular, Huun Huur Tu.