EURIPIDES „Moderne Troerinnen...“ - In griechischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Euripides’ „Die Troerinnen“ (415 v. Chr.) zählen zu den ergreifendsten Antikriegstragödien der Antike. Sie schildert das tragische Schicksal der Frauen von Troja nach der Zerstörung ihrer Stadt durch die Griechen und bietet einen zutiefst menschlichen und politischen Kommentar zur Barbarei des Krieges.
Nach dem Fall Trojas warten Hekabe, Kassandra, Andromache und schließlich Helena darauf zu erfahren, welchem ​​Griechen sie als Sklavinnen übergeben werden. Am Ende wird Troja den Flammen ausgeliefert.
Das Leid der Zivilbevölkerung – Frauen und Kinder als Opfer.
Die Sinnlosigkeit des Krieges – kein Sieg ist wirklich, wenn er von solchem ​​Leid begleitet wird.
Menschenwürde inmitten der Zerstörung – Hekabe bleibt standhaft, ein Symbol der Widerstandsfähigkeit.
Die Ironie des Schicksals – die Sieger werden später auch zu Opfern.
Die politische Dimension – Euripides schrieb das Stück kurz nach dem Massaker von Milos durch die Athener; es ist eine klare Anklage gegen die athenische Arroganz.
Das Projekt „Moderne Troerinnen - Eine szenische Annäherung an die Tragödie des Euripides“ des Griechischen Kunstclubs Nürnberg e.V. ist eine zweisprachige (griechisch-deutsche) Theaterproduktion auf Grundlage der antiken Tragödie des Euripides. 
Ziel ist es, durch eine zeitgenössische künstlerische Umsetzung die Themen Krieg, Flucht, Verlust und weibliche Stärke neu zu beleuchten und Bezüge zur heutigen gesellschaftlichen Realität herzustellen.
Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Frauen von Troja nach dem Krieg – eine Geschichte, die
über 2.400 Jahre alt ist und doch erschreckend aktuell bleibt. In einer Zeit, in der Millionen Menschen in Europa und weltweit
von Kriegen und Vertreibung betroffen sind, möchte das Projekt Empathie und Dialog fördern. Die antike Vorlage dient dabei
als Spiegel unserer Gegenwart.
In Workshops und Probenphasen arbeiten etwa 20 Teilnehmende unterschiedlicher Herkunft und Generationen zusammen –
professionelle Künstlerinnen, Amateurschauspielerinnen, Musiker*innen und Interessierte. Der Arbeitsprozess ist kollaborativ
und offen: Sprache, Bewegung und Musik werden gleichwertig eingesetzt, um kulturelle Grenzen zu überwinden. 
Die Aufführung wird in beiden Sprachen gestaltet, mit Übertiteln, damit ein interkulturelles Publikum gleichermaßen Zugang erhält.
Die Premiere und Folgeaufführungen finden im Hubertussaal Nürnberg statt, ergänzt durch Publikumsgespräche, eine
begleitende Fotodokumentation und eine öffentliche Diskussion über Frauen im Krieg und die Bedeutung antiker Mythen für
heutige Gesellschaften.
Das Projekt fördert den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Griechenland, stärkt interkulturelle Kompetenz und
schafft einen Ort der Begegnung. Es versteht sich als künstlerischer Impuls, der sowohl ästhetisch als auch gesellschaftlich
wirksam ist und so einen Beitrag zur europäischen Erinnerungskultur leistet.


16 / 17 Mai 2026 -  Hubertussaal Hürnberg - 19:00 Uhr   -   Eintritt: 15 €
reservierung@griechischerkunstclub.com





                                                           



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